Parareligion · Dokumentenapparat

Anthroposophie und Ordo Templi Orientis

Memphis-Misraim, Theodor Reuss und die Dokumente zu Rudolf Steiner: Quittung, Vertrag, Oriflamme-Collage, Edikt und Versprechensformel.

Theodor Reuss' Quittung für Rudolf Steiner und Marie von Sivers, Memphis Misraim, Schottischer Ritus
Dokument 1: Theodor Reuss' Quittung für Rudolf Steiner und Marie von Sivers.

Quittung für Rudolf Steiner und Marie von Sivers

Theodor Reuss' Quittung für Rudolf Steiner und Marie von Sivers bildet den visuellen Auftakt der Dokumentenreihe zu Memphis-Misraim, Mystica Aeterna und den freimaurerisch-esoterischen Berührungspunkten um 1906.

Vertrag zwischen Theodor Reuss und Rudolf Steiner

Vertrag zwischen Theodor Reuss und Rudolf Steiner über die Aufnahme Steiners in die Yarker-Freimaurerei.

Quelle: Rudolf Steiner, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904–1914, hrsg. von Hella Wiesberger, Dornach/Schweiz 1987 (GA 265), S. 82f. Faksimile in P.R. Koenig: Der Grosse Theodor Reuss Reader, München 1997, und in Feldzug gegen Rudolf Steiner, Flensburg 1998.

Vertrag zwischen Reuss und Steiner, 3. Januar 1906, Teil I
Vertrag zwischen Reuss und Steiner, 3. Januar 1906, Teil I.
Vertrag zwischen Reuss und Steiner, 3. Januar 1906, Teil II
Vertrag zwischen Reuss und Steiner, 3. Januar 1906, Teil II.

Reuss' Oriflamme über Steiner

Collage: Reuss in seiner Zeitschrift Oriflamme zu Steiner.

Die Collage erschien auch in Feldzug gegen Rudolf Steiner, Flensburg 1998; komplettes Faksimile in P.R. Koenig: Der Grosse Theodor Reuss Reader, München 1997.

Reuss und seine Oriflamme
Reuss und seine Oriflamme: Collage zu Steiner.

Ernennung zum Generalgroßmeister

Ernennung Rudolf Steiners zum Generalgroßmeister des Ägyptischen Ritus von Misraim in Deutschland.

Quelle: Rudolf Steiner, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904–1914, hrsg. von Hella Wiesberger, Dornach/Schweiz 1987 (GA 265), S. 92f. Faksimile in P.R. Koenig: Der Grosse Theodor Reuss Reader, München 1997, und in Feldzug gegen Rudolf Steiner, Flensburg 1998.

Edikt von Reuss an Steiner, 15. Juni 1907
Edikt von Reuss an Steiner, 15. Juni 1907.

Versprechensformel des Misraim-Dienstes

Quelle: Rudolf Steiner, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904–1914, GA 265, Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach/Schweiz 1987.

Ich versuche mir verständlich zu machen, wie ich im Misraim-Dienste meines Selbstes Entwickelung finden und mich dem ehrfürchtiges Schweigen fordernden heiligen Geheimnis nähern kann. Versuchen will ich durch Sorge für das symbolische Sanktuarium meinen Mitmenschen die Pflege dieser Entwickelung zu eröffnen und durch Wahrung des Sinnes der Wahrheitsgrade die innere Natur des menschlichen Weisheitsgutes zu verstehen.

Versuchen will ich mein Selbst zu bewahren vor allen Einflüssen, die seine vollbewußte Freiheit herabmindern und ihm durch Hypnose, Suggestion etc. auf irgendeiner Lebensstufe die innere Lichtkraft und Selbstbestimmung rauben.

Es kann eine Seele nur Ziel und Bestimmung im Reich der Dauer, Richtung und Wachstum im Reich der Zeit finden: die solches versucht.

Ich vernehme, daß solches als Lehre verkündet wird derer, die ich nennen höre die Wissenden, die den Schlüssel haben sollen zu verborgenen Geheimnissen.

Ich ---- geboren zu ----- wohnhaften ---- gelobe und verspreche hiermit die Regeln des echten und wahren Misraim-Dienstes getreulich zu halten und zu befolgen; das heilige Geheimnis streng zu wahren, nach Kräften für die Erhaltung des Sanktuariums zu sorgen und einzutreten und den Generalgroßmeister als oberste Entscheidungs-Instanz in allen Misraim-Angelegenheiten rückhaltlos anzuerkennen. Ich gelobe und verspreche ferner, daß ich mich nicht durch Hypnose, Suggestion usw. in einen unfreien Zustand versetzen lassen werde, so daß alles, was im Leben je auf mich wirken wird, mich in dem Zustande des Wachens antreffen werde, auf daß durch mich niemals die Geheimnisse des großen Dienstes an Außenstehende verraten werden können.

Sollte ich dieses mein feierliches Gelöbnis jemals brechen, so möge meine Seele ruhelos wandern ohne Ziel und Bestimmung im Raume, möge sie richtungslos sein in der unermeßlichen Zeit.

Dieses gelobe ich bei den weisen Meistern des Ostens, die ihr Auge heften mögen auf meine Taten.